Vom Zentrum an den Rand!

Die Veränderungen der Erreichbarkeit von Lebensmittelgeschäften in Österreich


ABSTRACT

Die Zentren von Gemeinden, Städten oder Stadtteilen dienten als zentrale Anlaufpunkte, in denen Dienstleistungen, Einzelhandelsgeschäfte und Wohnnutzung gebündelt waren. In den letzten Jahren hat sich jedoch eine Entflechtung dieser multifunktionalen Strukturen vollzogen. Besonders der Lebensmitteleinzelhandel verlagerte sich zunehmend von den Stadt- und Gemeindezentren in periphere Bereiche der Siedlungsstrukturen. Hauptursachen für diese Entwicklung sind das veränderte Einkaufsverhalten und der hohe Motorisierungsgrad, die es den Menschen ermöglicht, größere Distanzen bequem zu überwinden.Diese Entwicklung hat weitreichende Folgen. Neben einem steigenden Flächenverbrauch verändern sich auch die Distanzen, die für den Lebensmitteleinkauf zurückgelegt werden müssen. Wenn sich Lebensmittelgeschäfte nicht mehr im Zentrum, sondern am Ortsrand befinden, sind die Einwohner:innen gezwungen, längere Wege in Kauf zu nehmen. Dies hat Einfluss auf die Wahl des Verkehrsmittels, da größere Distanzen häufig mit dem motorisierten Individualverkehr bewältigt werden. Besonders ältere Menschen sind hiervon betroffen, da sie aufgrund eingeschränkter Mobilität oftmals weder weite Strecken zu Fuß zurücklegen noch ein Auto nutzen können. Diese Arbeit untersucht, wie sich die Ansiedlung des Lebensmitteleinzelhandels an den Rändern des Siedlungsgefüges in Österreich im Zeitraum von 2013 bis 2023 auswirkt, welche Konsequenzen diese Entwicklung für die österreichische Bevölkerung hat und inwieweit sie die Wahl des Verkehrsmittels für den Lebensmitteleinkauf beeinflusst.

VERFASSER:IN
Frank Florian

JAHR
2025

STUDIENFACH
Raumplanung

UNIVERSITÄT
TU Wien

BUNDESLAND/LAND
Niederösterreich, Steiermark, Salzburg, Vorarlberg, Oberösterreich

ORT
Rohr, Wildalpen, Krimml im Pinzgau, Mittelberg im Kleinwalsertal, St. Oswald bei Freistadt

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