Das erste Olivenforum Ungarns
ABSTRACT
Der Klimawandel stellt unter anderem nicht nur die Architektur, sondern auch die Landwirtschaft vor neue Herausforderungen. Die zunehmende Hitze gefährdet südliche Kulturen, verringert die Erträge und führt sogar zur Ausrottung heimischer Arten. Die natürliche Grenze verschiebt sich weiter nach Norden. So wie Kartoffeln und Himbeeren weiter nördlich nach Polen gewandert sind, kommen auch neue Pflanzen in unserem Gebiet. Infolgedessen sind an den ungarischen Hängen neben den Weinstöcken neue oder zumindest für uns ungewohnte Pflanzen aufgetaucht. Das Schicksal dieses antiken Industriezweigs hängt davon ab, wie die Erzeuger ihren Plantagen helfen, sich an die veränderten klimatischen Bedingungen anzupassen. Das inspirierte mich zu der Auseinandersetzung mit der Thematik des Olivenbaus in Ungarn im Zuge meiner Diplomarbeit. Schließlich sollten die Erkenntnisse, Anforderungen und Ansprüche in einem architektonischen Entwurf an einem außergewöhnlichen Ort vereint werden. Das Ziel des Projekts ein Ort, bzw. ein Forum zu schaffen, wo der Anbau der Oliven erleichtert und effizient experimentiert werden kann, wo man Erkenntnis und Erfahrung austauschen kann. Es sollte ein Ort sein, der als Ausgangsort für die Erkundung des Olivenanbaus und als Treffpunkt für alle für das Kennenlernen der Olivenkultur dient. Demnach sind die Schwerpunkte des Projekts das Experiment, der Austausch und das Kennenlernen. Das Kennenlernen einer Kultur, die Menschen im Mittelmeerraum seit Jahrtausende bekannt ist, sogar Teil ihres Alltags ist. Außerdem ist das Ziel eine nachhaltige Architektur mit regionale, traditionelle Materiale zu schaffen, welche mit seiner Landschaft interagiert und gleichzeitig ein angenehmes Raumklima und besondere Atmosphäre besitzt.
VERFASSER:IN
Csapo Reka
JAHR
2024
STUDIENFACH
Architektur und Entwerfen
UNIVERSITÄT
TU Wien
BUNDESLAND/LAND
Ungarn
ORT
Kisapáti
