Sanftes Siedeln

in erschöpften Landschaften


ABSTRACT

Was wird architektonisch unter Kontext verstanden? Wie weit muss ein Ort begriffen werden, um Architektur zu schaffen, die auf ihre Umgebung eingeht? Kann sie dadurch eine Einheit mit dem Ort bilden, der sie umgibt? Der Kontext dieser Arbeit ist im weitesten Sinne der ländliche Raum, der durch die schnellen, globalen, soziopolitischen und klimatischen Bedingungen und Veränderungen unter Druck gerät. Dabei zeigen sich die Auswirkungen dieses Drucks genauso diffus und vielseitig wie die Auffassung des Begriffs ländlicher Raum an sich. In dieser Arbeit wird der Begriff ländlicher Raum für strukturschwache, periphere, ländliche Gebiete genutzt. Aufgrund menschlicher und klimatischer Einflüsse befinden sich diese in einer verschwimmenden Grauzone zwischen Kultur- und Naturraum. Deshalb stellt sich für diese Räume nicht mehr die Frage, ob sie als Gegenpol oder als Appendix zu städtischen Räumen zu sehen sind, sondern ob sie selektiv autarke Gebiete darstellen können. Welche Rolle spielt der Mensch in diesen Räumen, die sich historisch durch das Eingreifen des Menschen verändert haben? Räume, die von Naturräumen durch wirtschaftliche Nutzung zu Kulturräumen wurden. Später durch Abwanderung und Nichtnutzung zu welchen Räumen werden? Werden diese Räume jetzt und in Zukunft bewohnt werden? Wenn ja, von wem und wie? Die sozialen, klimatischen und architektonischen Herausforderungen, die solche Räume in sich tragen, werden in dieser Arbeit anhand eines Fallbeispiels an der portugiesischen Algarve aufge- zeigt. Dabei stellt die Arbeit die Frage, ob es Menschen, die sich entscheiden in solchen ländlichen Gebieten zu siedeln, möglich ist, eine nachhaltige, resiliente und mit dem Ökosystem symbiotische Kulturlandschaft zu generieren.

VERFASSER:IN
Szechenyi Hannah Katharina

JAHR
2022

STUDIENFACH
Gestaltung

UNIVERSITÄT
Universität Innsbruck

BUNDESLAND/LAND
Portugal

ORT
Algarve

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