am Beispiel eines Schlüsselraums im Mittelburgenland
ABSTRACT
Boden ist eine begrenzte, nicht vermehrbare Ressource. Die widmungskonforme Nutzung von als Bauland ausgewiesenen Flächen, vor allem in bestehenden Siedlungsgebieten, in Verbindung mit flächensparendem Bauen, gehört unter anderem zu den zentralen Elementen einer effizienten Siedlungsentwicklung und damit einer nachhaltigen Bodennutzung. Obwohl mehr als genügend Baulandreserven vorhanden wären, durch welche der Bedarf der nächsten Jahre abgedeckt werden könnte, erfolgen vielerorts weiterhin großflächige Neuausweisungen von Bauland, um die Gemeindeentwicklung immer weiter voranzutreiben. Die bestehenden, für eine Bebauung vorgesehenen Flächen gelten oft als nicht verfügbar und werden keiner geeigneten Nutzung zugeführt. Werden vorhandene Reserven allerdings langfristig nicht genutzt und stattdessen neue Baulandflächen ausgewiesen, kann dies eine Vielzahl negativer Auswirkungen für die Gemeinde und ihre Bevölkerung nach sich ziehen. Damit hingegen ein bedachterer Umgang mit den bestehenden Baulandwidmungen ermöglicht wird, ist Wissen über die vorhandenen Potenziale und deren Eigenschaften essenziell. Darauf aufbauend können geeignete Strategien zur Entwicklung und Nutzung der Flächen entwickelt werden. Diese Diplomarbeit setzt sich mit den Potenzialen vorhandener, aber ungenutzter Baulandflächen auseinander, zeigt auf, welche möglichen Nutzungsformen für diese in Frage kommen und welche Entwicklungsschritte dazu von den Gemeinden gesetzt werden können. Ebenso wird die Möglichkeit von Rückwidmungen und die damit verbundene Rechtslage im Burgenland näher untersucht. Den Forschungslaborraum stellt hierfür ein Schlüsselraum im Mittelburgenland dar.
VERFASSER:IN
Steiner Florian
JAHR
2023
STUDIENFACH
Raumplanung
UNIVERSITÄT
TU Wien
BUNDESLAND/LAND
Burgenland
ORT
Mittelburgenland
