Wohnwagon und Dorfschmiede in Gutenstein

Vorbildliche Impulsgeber für ländliche Abwanderungsgemeinden?


ABSTRACT

Viele periphere Gemeinden erleben Abwanderung und einer Verschlechterung der öffentlichen, technischen und Versorgungsinfrastruktur. Betroffene Akteur:innen stehen vor der Herausforderung, diese Entwicklungen umzukehren oder Anpassungsstrategien zu entwickeln. Politik und Verwaltung allein sind dazu meist nicht in der Lage. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass Unternehmen und Zivilgesellschaft bei der nachhaltigen Regionalentwicklung eine große Rolle spielen können. So auch in Gutenstein, Niederösterreich, wo das neu angesiedelte Unternehmen Wohnwagon und die Genossenschaft Dorf-schmiede positive Impulse setzen. In dieser Arbeit werden diese Impulse durch Beobachtungen, Interviews und eine qualitative Inhaltsanalyse untersucht. So kann aufgezeigt werden, dass sich innerhalb kurzer Zeit ein aktives Netzwerk gebildet hat, bei dem sich wichtige Schlüsselakteur:innen identifizieren lassen. Diese werden durch das Streben nach Gemeinschaft, Nachhaltigkeit und Autarkie angetrieben. Um Erfolgsstrategien dieser Gemeinschaftsprojekte auf andere Abwanderungsgemeinden anzuwenden, ist große Sensitivität für die Bedürfnisse, Einstellungen und Potentiale der bestehenden Bürgerschaft notwendig. Zentral ist auch der politische Veränderungswille in der Gemeinde selbst, verbunden mit Offenheit gegenüber äußeren Impulsen.

VERFASSER:IN
Radin Andreas

JAHR
2023

STUDIENFACH

UNIVERSITÄT
Universität Wien

BUNDESLAND/LAND
Niederösterreich

ORT
Gutenstein

LINK ZUR ARBEIT

Cookie Consent mit Real Cookie Banner