Für ein inklusives Leben im ländlichen Raum
ABSTRACT
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Erarbeitung und Gestaltung einer alternativen sozial inklusiven Wohnform für Menschen mit Behinderungen. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Festlegung von Ankerpunkten in Form von Eigenschaften sozial inklusiver Raum- und Architekturwahrnehmung. In leichter Sprache also auch barrierefrei verständlich für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen kann Inklusion mit den Sätzen „Alle Menschen können überall dabei sein.“, „Alle Menschen können überall mitmachen.“, „Kein Mensch wird ausgeschlossen.“ (Aktion Mensch – Was ist Inklusion: https://www.aktion-mensch.de/leichte-sprache abgerufen am 08.05.2024) beschrieben werden. Dabei lautet die Hypothese zur Raumgestaltung, dass jedes Gebäude eine Fülle an sozial konnotierten Eigenschaften erfüllt und somit entsprechend der Eigenschaften seiner Nutzer und seiner Nutzung entworfen und gestaltet werden muss. Anhand bestehender Wahrnehmungstheorien in der Architektur- und Raumwahrnehmung werden diese Eigenschaften im architektonischen Kontext analysiert und im Entwurf umgesetzt. In den städtischen Bereichen Österreichs, insbesondere in Wien, sind inklusive Wohnkonzepte für Menschen mit Behinderungen in zunehmender Fülle und Variation zu finden. Im ländlichen Raum herrscht diesbezüglich ein vergleichsweiser Mangel während gleichzeitig die Leerstände auch größerer Gebäudekonglomerate, insbesondere im landwirtschaftlichen Kontext zunehmen. „Waldbach 2.0″ bietet mit seiner Situierung in einem ehemals landwirtschaftlich genutzten offenen Vierkanthof im steirischen Wechselland sowohl eine sinnvolle Nachnutzung erhaltenswerter Gebäude als auch die Möglichkeit zur Entscheidung für Menschen mit Behinderungen im Sinne einer freien und gleichberechtigten Wahl ihres Aufenthaltsortes für ein inklusives Wohnen und Leben auch im ländlichen Raum.
VERFASSER:IN
Devai Bernadette
JAHR
2025
STUDIENFACH
Architektur und Entwerfen
UNIVERSITÄT
TU Wien
BUNDESLAND/LAND
Steiermark
ORT
Waldbach
