Pflege, Gesundheit und Wohnen vereint
ABSTRACT
Der demografische Wandel aufgrund medizinischer Fortschritte führt dazu, dass die Zahl der Menschen im dritten Alter steigt und somit auch die Zahl an pflegebedürftigen Personen. Das Leben entschleunigt sich und die Hindernisse in den eigenen vier Wänden werden immer zahlreicher. Oftmals verlangt der Bedarf an Pflege, beziehungsweise die noch erhaltene Selbstständigkeit der älteren Menschen, jedoch noch nicht den Umzug in ein Pflege- oder Altersheim, sondern vielmehr nur eine Unterstützung im Alltag. Das Angebot eines Tageszentrums entlastet die Menschen, die noch gut in ihren eigenen vier Wänden zurechtkommen, durch professionelle Betreuung und Pflege von qualifiziertem Personal, sowie den Alltag der pflegenden Angehörigen. Wenn die eigene Wohnung durch altersbedingt zunehmende Hürden jedoch zur Gefahr wird und diese durch Anpassungen der Wohnung nicht überwunden werden kann, wird das Betreute Wohnen zu einer möglichen alternativen Wohnform für SeniorInnen, die ihre Autonomie, ihre Freiheit und ihre Privatsphäre weitgehendst beibehalten wollen. Eine Betreute Wohnanlage bietet die Sicherheit eines seniorengerechten und barrierefreien Wohnens, wobei sie gleichermaßen die Eigenständigkeit der NutzerInnen bewahrt. Da die Zahl an pflegebedürftigen Menschen einhergehend mit der Zahl der älteren Menschen zunimmt, steigt auch der Bedarf angepasster Versorgungseinrichtungen. In dem Sinne soll auf dem ehemaligen Grundschulcampus in Tüntingen (Luxemburg) eine Einrichtung mit Tageszentrum und betreuten Wohneinheiten entstehen, inklusive eines allgemeinmedizinischen Ärztezentrums und einer Apotheke, um die Versorgung umfassend zu gewährleisten.
VERFASSER:IN
Nicolay Anne-Marie, Yannick Françoise, Marie Ghislaine
JAHR
2025
STUDIENFACH
Architektur und Entwerfen
UNIVERSITÄT
TU Wien
BUNDESLAND/LAND
Luxemburg
ORT
Tüntingen
