im Bundesland Vorarlberg
ABSTRACT
Die Grundstücks- und Wohnungspreise befanden sich im Jahr 2022 in Österreich auf Rekordniveau. Zwar ist dabei eine regionale Differenzierung erkennbar, vor allem das Rheintal in Vorarlberg zählt jedoch zu den teuersten Regionen in Österreich. Dies liegt zu einem nicht geringen Teil daran, dass gewidmete Bauflächen häufig nicht genutzt, sondern aus diversen Gründen gehortet wird. Ein Instrument, mit dem diese Herausforderungen adressiert werden können, ist die Aktive Bodenpolitik. Mit der Aktiven Bodenpolitik, bei der Grundstücke angekauft, strategisch entwickelt und weitergegeben werden, können die Gemeinden direkt selbst tätig werden und Grundstücke der gewünschten Nutzung – beispielsweise für das leistbare Wohnen – zugeführt werden. In der vorliegenden Arbeit wird analysiert, inwiefern sich die Aktive Bodenpolitik tatsächlich zur Bereitstellung von leistbarem Wohnraum eignet. Dafür werden zuerst rechtliche und planungspolitische Hintergründe des Erwerbs von Grundstücken sowie Ausprägungen und Alternativen zu Grundstücken näher beleuchtet. Es folgt ein Aufriss der Kompetenzverteilung im Wohnrecht sowie eine Darstellung der Möglichkeiten, die den Gemeinden zur Bereitstellung leistbaren Wohnraums zur Verfügung stehen. Dazu wurden neben klassischen Literaturrecherchen und einer Analyse der Rechtsgrundlagen Interviews mit Bürgermeistern von fünf Vorarlberger Gemeinden verschiedener Größen geführt. So konnten bewährte Vorgehensweisen, aber auch Schwierigkeiten und Erfolgsfaktoren bei der Bereitstellung von leistbarem Wohnraum mithilfe der Aktiven Bodenpolitik erhoben werden. Daraus folgt schließlich die Ableitung von Handlungsempfehlungen für die Gemeinden.
VERFASSER:IN
Lang Ella
JAHR
2023
STUDIENFACH
Raumplanung
UNIVERSITÄT
TU Wien
BUNDESLAND/LAND
Vorarlberg
ORT
Rheintal
