Peterbauerngut

Ein Mittertennhof zwischen Tradition und Wandel


ABSTRACT

Die Architektur von Bauernhöfen ist ein wichtiger Bestandteil der Kultur und Baugeschichte eines Landes. Besonders alte Gebäude sind reich an Brauchtum, Handwerkskunst und Bauweisen, die auch nach vielen Jahren noch funktionieren. Diese Arbeit beschäftigt sich mit einem Eindachhof in der oberösterreichischen Gemeinde Attersee am Attersee. Das Gehöft trägt den traditionellen Hausnamen „Peterbauerngut“ und ist einer für den Landstrich typischen Form Teil der Identität dieser ländlichen Region. Nach einer beachtlichen Lebensdauer und Generationen an Weitergabe wurde der land-wirtschaftliche Betrieb aufgegeben und der Hof wird nicht mehr bewohnt. Das Gebäude entspricht nicht mehr den aktuellen Standards für Wohnen und zeitgemäßer Bewirtschaftung. Anfallende Kosten trotz Leerstand und weitreichende Sanierungsmaßnahmen rücken den Diskurs in das Spannungsfeld zwischen Umbau und Abbruch. Zu hoher Ressourcenverbrauch und der Bedarf an nachhaltigeren Methoden sind dauerhaft gegenwärtige Themen. Meine Arbeit beschäftigt sich daher mit der Reaktivierung und Umnutzung des Peterbauerngutes. Der Prozess bewegt sich im Zielkonflikt zwischen der Erhaltung des Bestandes und der effektiven Nutzbarkeit des Raumes. Als Grundlage wird die bestehende Gebäudesubstanz aufgenommen und auf lokale Bauweisen und weitere Charakteristika untersucht. Aus der Analyse der Typologie, der örtlichen Gegebenheiten und der Eigengesetzlichkeit des Gebäudes selbst werden Parameter für die Erstellung eines Umnutzungskonzeptes abgeleitet. Darauf aufbauend wird ein Entwurf für eine adäquate Nachnutzung des Hofensembles erarbeitet. Der Hof wird restauriert, erweitert und einer neuen Nutzung zugeführt, die dem ganzen Dorf zugute kommt.

VERFASSER:IN
Lang Clemens

JAHR
2024

STUDIENFACH
Architektur und Entwerfen

UNIVERSITÄT
TU Wien

BUNDESLAND/LAND
Oberösterreich

ORT
Attersee am Attersee

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