Ortskern Eggersdorf

Neugestaltung eines Leerstandsgebäudes im ländlichen Raum


ABSTRACT

Leerstände in ländlichen Regionen werden zunehmend immer mehr zu Problemen von Gemeinden: In den letzten Jahren hat sich die Anzahl von leer stehenden Gebäuden aufgrund von Veränderungen in der Zuwanderung sowie der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedürfnissen der Einwohner immer weiter vergrößert. Im Zuge dieser Diplomarbeit wird auf ein reales leer stehendes Gebäude in Eggersdorf bei Graz (Steiermark) eingegangen und ein neues Nutzungskonzept entwickelt. Nach einer Literaturrecherche mit dem Schwerpunkt Leerstand im ländlichen Raum wurde eine Analyse des Ortes und des Bauplatzes erstellt, des Weiteren wurden in Zusammenarbeit mit der Gemeinde und dem Grundeigentümer alle Bedürfnisse und Wünsche für diesen Bauplatz in einer Bedarfsanalyse erarbeitet. Der Bauplatz befindet sich mitten im Ortszentrum und beinhaltet einen ehemaligen Greißlerladen mit Schlachtbetrieb und ein angeschlossenens Wohnhaus. Aufgrund der sehr schlechten Bausubstanz und nicht eingehaltener Baubestimmungen im Bereich Baufluchtgrenzen ist eine Zwischennutzung oder ein Umbau nicht möglich und somit ein Abbruch des Gebäudes unumgänglich. In der Bedarfsanalyse hat sich gezeigt, dass sich beide Parteien eine Beherbergungsstätte mit einem angeschlossenen Café bzw. Restaurant wünschen. Diese Typologie wurde die Ausgangslage für die vorliegende Diplomarbeit. Im Allgemeinen gibt es in Eggersdorf bei Graz als auch in den umliegenden Gemeinden einen großen Bedarf an Fremdenzimmern. Aufgrund der Nähe zu Graz sowie dem Tourismusgebiet (LEADER-Region) „Hügel- und Schöcklland“ bietet sich das Grundstück im Ortszentrum für die Funktion einer Beherbergungsstätte sehr gut an, da die Region immer weiter an Attraktivität gewinnt. Als Resultat ist ein Entwurf eines dreigeschoßigen Baukörpers in L-Form“entstanden, welcher im Erdgeschoß den Eingang mit angeschlossener Lobby und ein Restaurant mit Gastgarten beinhaltet. In den beiden Obergeschoßen befinden sich je neun Fremdenzimmer, welche großteils mit einer Loggia ausgestattet sind. Der neue Gebäudeentwurf wurde in einer hybriden Massivbauweise (Stahlbeton und Holzmassivbau) konzipiert, der nach außen durch eine „leichte“ vorgehängte Lärchenfassade für die Bewohner des Ortes in Erscheinung tritt.

VERFASSER:IN
Mohr Maximilian

JAHR
2023

STUDIENFACH
Architektur und Entwerfen

UNIVERSITÄT
TU Wien

BUNDESLAND/LAND
Niederösterreich

ORT
Eggersdorf

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