Erhaltungsperspektiven der ruralen vernakulären Wirtschaftsgebäude im Alpenraum bei der Rax
ABSTRACT
Die im Selbstbau errichteten, nutzungsgebundenen Wirtschaftsgebäude, welche einst die Existenzgrundlage einer in Subsistenzwirtschaft lebenden Gesellschaft bildeten, haben durch den Wandel unserer Lebensweise ihre originale Funktion verloren. Um dem aktuellen Leerstand und dem damit einhergehenden Verlust des Baubestands entgegenzuwirken, bedarf es an Erhaltungsperspektiven. Für einen diesem Bautypus entsprechenden denkmalpflegerischen Umgang ist eine praxisbezogene, handwerkliche Herangehensweise erforderlich.Die vorliegende Arbeit testet ob und wie diese vernakulären Holzbauten, an denen über Generationen weitergebaut wurde, durch das Anwenden der eigenen Arbeitskraft wieder instandgesetzt werden können. Deren typisches Erscheinungsbild, welches je nach Region variiert, wird im waldreichen Alpenraum von Holz und seinen unterschiedlichen Bearbeitungstechniken geprägt. Mittels traditioneller Handwerkstechniken, wie das händische Spalten von Holzschindeln, soll deren regional typischer Charakter erhalten bleiben.Im Fokus stehen Bewusstseinsbildung und das Aufzeigen von Alternativen zu Verfall und Abriss. Auf Grundlage umfassender Untersuchungen dieser identitätsstiftenden Bauten, werden Hilfestellungen zu erhaltenden Maßnahmen im Selbstbau erarbeitet. Im Sinne des Weiterbauen am Bestand, kann die historische Bausubstanz anschließend sensibel transformiert und mit, auf individuelle Bedürfnisse abgestimmten, verträglichen Nutzungen bespielt werden.
VERFASSER:IN
Mihaly Luisa
JAHR
2024
STUDIENFACH
Kunstgeschichte, Bauforschung und Denkmalpflege
UNIVERSITÄT
TU Wien
BUNDESLAND/LAND
Niederösterreich, Steiermark
ORT
Rax
