ABSTRACT
Orts- und Stadtkerne in Österreich sind seit Jahrzehnten von einem Strukturwandel betroffen, der auch als „Donut-Effekt“ bezeichnet wird. Damit ist der Funktionsverlust der Zentren und die gleichzeitige Verlagerung von Entwicklungen an Randlagen gemeint. Diesem Trend wird in Salzburg mit einem Programm zur Stärkung der Orts- und Stadtkerne entgegengewirkt, das einen integrierten Planungsansatz verfolgt. Das entsprechende formelle planerische Instrument – die Kennzeichnung von „Orts- und Stadtkernbereichen“ im Flächenwidmungsplan – steuert jedoch vorwiegend die Ansiedlung von Handelsgroßbetrieben. Ziel dieser Arbeit ist, Handlungsempfehlungen für Maßnahmen zu formulieren, die die Orts- und Stadtkernbereiche als Basis heranziehen, um die integrierte Entwicklungsplanung auch im rechtlichen raumplanerischen Instrumentarium zu verankern. Dies soll dazu beitragen, lokale Akteur:innen zu einer integrierten Betrachtungsweise zu motivieren und die Stärkung der Orts- und Stadtkerne effektiver zu gestalten. In einem ersten Schritt wird die Wirkung des Instruments der Orts- und Stadtkernbereiche sowie weiterer Instrumente, die damit verknüpft sind, analysiert. Dies erfolgt anhand der rechtlichen Grundlagen sowie anhand von Praxiserfahrungen aus einzelnen Beispielgemeinden. Außerdem wird die Vorgehensweise in der Abgrenzung der Bereiche erläutert und allfällige Verbesserungspotenziale ermittelt. Im nächsten Schritt werden weitere Instrumente und Maßnahmen diskutiert, die auf der Ausweisung von Orts- und Stadtkernen aufbauen können. Dies betrifft insbesondere Maßnahmen der Flächenwidmungs- und Bebauungsplanung, Förderungen für Sanierungen sowie Ansätze der aktiven Bodenpolitik.
VERFASSER:IN
Hofstätter Paul
JAHR
2023
STUDIENFACH
Raumplanung
UNIVERSITÄT
TU Wien
BUNDESLAND/LAND
Salzburg
ORT
übergreifend
