Die Rettung der Dorfgemeinschaft
ABSTRACT
Über die letzten Jahre haben ländliche Räume zusehends an Bedeutung gewonnen. Der Begriff der „Landflucht“, der der Industrialisierung des 19. Jahrhunderts entstammt, scheint aus heutiger Sicht nicht mehr eindeutig stimmig zu sein. Zwar wachsen Städte auf globaler Ebene immer weiter an, die positiven Seiten des Lebens auf dem Land finden jedoch, vor allem im dicht besiedelten europäischen Raum, bei großen Teilen der Bevölkerung Anklang. Raumpioniere, angetrieben von Individualismus-Bestrebungen, erschließen neue Räume zum Zwecke der Selbstverwirklichung. Auch die Entwicklung der Kommunikationstechnik, mit der Covid-19 Pandemie als Katalysator, ermöglicht es abseits großer Ballungszentren global vernetzt zu sein. Darüber hinaus ist die Nähe zur Natur für viele Menschen ein Grund in ländlichen Regionen zu bleiben oder der dichten Stadt den Rücken zu kehren. Diese Arbeit setzt sich mit der Frage auseinander, welche Impulse für „ländliche Räume“ notwendig sind, um diese in ihrer Attraktivität zu steigern und lebenswert zu gestalten. Durch die Betrachtung ländlicher Räume im Allgemeinen, ihrer Stärken, Schwächen und Herausforderungen wird ein breites Themenfeld aufgespannt, welches schlussendlich auf die sozialräumliche Bedeutung ländlicher Räume und die Wichtigkeit einer funktionierenden Dorfgemeinschaft hinweist. Weiterhin wird ein Ausblick über die mögliche(n) Zukünft(e) ländlicher Räume gegeben, indem zum einen Best Practice Beispiele verschiedener ländlicher Gemeinden im deutschsprachigen Raum betrachtet werden und zum anderen auf mögliche Entwicklungen als Ergebnis von Megatrends hingewiesen und eingegangen wird.
VERFASSER:IN
Strippel Fabian
JAHR
2023
STUDIENFACH
Architektur und Entwerfen
UNIVERSITÄT
TU Wien
BUNDESLAND/LAND
übergreifend
ORT
