Möglichkeiten der hoheitlichen Planung in Österreich mit besonderem Fokus auf bestehende Raumordnungsinstrumente in Niederösterreich
ABSTRACT
Der Klimawandel ist eine der zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Die Folgen der globalen Erwärmung sind bereits deutlich spürbar, weshalb es gezielter Maßnahmen in allen gesellschaftlichen Bereichen bedarf und eine deutliche Treibhausgasreduktion erzielt werden muss. Die Raumplanung kann dabei eine wesentliche Rolle einnehmen. Sie verfügt grundsätzlich über geeignete Instrumente, um einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten zu können.Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Möglichkeiten einer klimagerechten Raumplanung herauszuarbeiten und aufzuzeigen. Eine Evaluierung der Klimaschutzbestrebungen auf internationaler und nationaler Ebene sowie deren Umsetzung in den Bundesländern soll der Frage nachgehen, inwiefern raumplanerische Gesichtspunkte in den Klimaschutzstrategien Berücksichtigung finden. Eine Übereinstimmung ergibt sich insbesondere bei den Themen Boden, Verkehr und Energie. In allen drei Bereichen verfügt die Raumplanung über einen „Hebel“. In Österreich fällt die Raumplanung in den Kompetenzbereich der Länder. Die rechtliche Grundlage für die räumliche Entwicklung bilden dabei die jeweiligen Raumordnungsgesetze. Daher wird in der vorliegenden Arbeit untersucht, inwieweit die eingangs analysierten Klimaschutzziele in den Raumordnungsgesetzen der Bundesländer Eingang gefunden haben. Dabei werden einerseits allgemeine Zielbestimmungen und andererseits Maßnahmen zum Bodenschutz und Flächensparen, zu Verkehrsvermeidung und -verlagerung sowie zu Energieeffizienz und erneuerbaren Energien identifiziert. Insbesondere formellen Raumplanungsinstrumenten kommt hierbei eine zentrale Bedeutung zu, weshalb sie in einem nächsten Schritt untersucht werden. Der Betrachtungsraum ist dabei nicht mehr landesweit, sondern wird auf Niederösterreich begrenzt, da so eine deutlich detailliertere Betrachtung möglich ist. Basierend auf den Ergebnissen der gegenständlichen Arbeit werden abschließend Handlungsempfehlungen abgeleitet. Daraus wird ersichtlich, dass bereits heute ein umfassendes Instrumentarium zur Sicherstellung einer klimagerechten Raumplanung vorhanden ist, wenn-gleich die Mehrheit der vorgestellten Inhalte nicht primär zur Treibhausgasreduktion konzipiert ist. Gerade auf örtlicher Ebene ist der Handlungsspielraum besonders ausgeprägt. Damit geht eine Fülle an Möglichkeiten, aber auch eine große Verantwortung einher.
VERFASSER:IN
Jires Florian
JAHR
2023
STUDIENFACH
Raumplanung
UNIVERSITÄT
TU Wien
BUNDESLAND/LAND
Niederösterreich
ORT
übergreifend
