Implementierung ökologisch nachhaltiger Standortentwicklung für Betriebsgebiete mit Fokus auf Oberösterreich


ABSTRACT

Der Flächenverbrauch und die Versiegelung nehmen seit Jahrzehnten in Österreich zu und zerstören wichtigen Boden und dessen Funktionen. 2020 wurden 39 km2 Fläche verbaut und davon zirka 41 % versiegelt (vgl. Umweltbundesamt 2021b). Fast ein Viertel dieser Fläche wird für Betriebsflächen genutzt. Der Versiegelungsgrad bei Betriebsgebieten liegt bei 60 % (vgl. Umweltbundesamt 2021a) und somit muss hier angesetzt werden, um die Auswirkungen vor allem der Bodenversiegelung zu reduzieren (vgl. Umweltbundesamt 2021b).Die Diplomarbeit behandelt die Steuerungsinstrumente zur Umsetzung von ökologischen Maßnahmen. Das Ziel der Arbeit ist es aufzuzeigen welche Instrumente für eine ökologisch nachhaltige Standortentwicklung von Betriebsgebieten bestehen und wie diese optimiert und implementiert werden können, um eine Verbesserung zu erreichen. Neben der Analyse der bereits bestehenden Steuerungsinstrumente in Oberösterreich werden auch Instrumente aus anderen österreichischen Bundesländern und Deutschland betrachtet. Oberösterreich zeichnet sich durch seine interkommunalen Betriebsgebiete (INKOBA) aus, die durch die Zusammenarbeit der Gemeinden für diese Arbeit ein wichtiges Instrument sind. Nach dieser Analyse folgt eine Darstellung von Best-Practise-Beispielen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz. Die Beispiele wurden großteils durch das Engagement der beteiligten Akteur:innen und durch den konsequenten Einsatz der Planungsinstrumente umgesetzt. Auf diesen Erkenntnissen werden Handlungsempfehlungen für die Verbesserung der ökologischen Standortentwicklung bei Betriebsgebieten entwickelt. Diese Empfehlungen werden anhand zweier Betriebsgebiete beispielhaft aufgezeigt. Die Schlussfolgerung ist, dass es bereits Steuerungsinstrumente in Oberösterreich gibt, die jedoch weiter ausgebaut, nachgeschärft und vertieft werden müssten, um die dringend notwendigen ökologisch nachhaltigen Wirkungen zu erreichen. Dies beginnt beim Land mit der Novellierung des Raumordnungsgesetzes über die Gemeinden, die Maßnahmen in ihren Bebauungsplan aufnehmen und endet bei Betrieben, die ökologische Standortentwicklung freiwillig umsetzen. Nur durch maximale Anstrengungen aller Parteien kann eine nachhaltige Standortentwicklung in Zukunft gewährleistet werden.

VERFASSER:IN
Linhardt Marlies

JAHR
2022

STUDIENFACH
Städtebau, Landschaftsarchitektur und Entwerfen

UNIVERSITÄT
TU Wien

BUNDESLAND/LAND
Oberösterreich

ORT
übergreifend

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