ABSTRACT
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Haus Nr. 17, einem denkmalgeschützten Paarhof des oberen Vinschgaus in Südtirol. Das spätgotische Bauernhaus mit angebautem Stadel ist Teil der ursprünglichen Siedlungsstruktur des Bergbauerndorfes Burgeis und liegt im geschützten Ortskernensemble. Das Haus Nr. 17 wurde 1978 unter Denkmalschutz gestellt und ist gegenwärtig in Besitz der Gemeinde Mals. Seit 2016 ist das Gebäude ungenutzt und dem Verfall ausgesetzt. Dennoch handelt es sich um ein authentisches Zeugnis vernakulärer Architektur, dem zahlreiche Denkmalwerte zugesprochen werden können .Der Inhalt dieses Werks gliedert sich in fünf Kapitel. Im ersten Kapitel wird der Ort von Burgeis geografisch und geschichtlich erläutert. Anschließend wird die Geschichte der internationalen Denkmalpflege sowie die Anerkennung des Bauernhofs als Denkmal in Südtirol recherchiert. Der dritte Teil beschreibt die Bautypologie des Bauernhauses und des Stadels und leitet damit das vierte Kapitel ein. Dabei handelt es sich um eine analytische sowie baugeschichtliche Dokumentation des Hauses Nr. 17, die als Basis für die weitere Bearbeitung dient. Im letzten Kapitel wird ein Vorschlag zur Umnutzung des Bestandes konzeptuell sowie planerisch ausformuliert. Ziel des Projekts ist es, die historische Bausubstanz durch eine respektvolle Planung zu schützen und ihren langfristigen Erhalt durch ein denkmalgerechtes Nachnutzungskonzept zu sichern. Das Revitalisierungskonzept soll einen Dienst an die Gemeinschaft anstreben und das Denkmal für Bewohner, Burgeiser und Besucher zugänglich machen. Insgesamt betrachtet, soll diese Arbeit einen Beitrag zum Erhalt der bäuerlichen Architektur als Teil der Kulturlandschaft Südtirols leisten.
VERFASSER:IN
Fellin Lisa
JAHR
2024
STUDIENFACH
Kunstgeschichte, Bauforschung und Denkmalpflege
UNIVERSITÄT
TU Wien
BUNDESLAND/LAND
Südtirol
ORT
Burgeis im Vinschgau
