Ein Ort der Begegnung
ABSTRACT
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Geretsrieder Hof, einem in Süddeutschland liegenden Bauernhof, der seine Ursprünge im 17. Jahrhundert hat. Der Hof befindet sich in einem kleinen Bachzeilendorf namens Ascholding in Oberbayern und ist Teil eines denkmalpflegerischen Ensembles aus Bauernhäusern des 18. und 19. Jahrhunderts, einem Schloss und einer Kirche. Anzumerken ist, dass der Hof nur teilweise unter Denkmalschutz steht, da der Wirtschaftstrakt, welcher die Stallungen und die Tenne beherbergt, in den 1940er Jahren neu errichtet wurde. Der straßenseitig liegende Wohntrakt hingegen ist denkmalgeschützt und soll daher mit besonderer Sensibilität behandelt werden. Wie viele gleichartige Bauernhöfe ist der Geretsrieder Hof heute nicht mehr in Betrieb. Grund dafür ist, dass die kleineren Arbeitsstätten der Konkurrenz in der Agrar- und Viehwirtschaft meist nicht mehr standhalten können. Durch den dadurch hervorgerufenen Leerstand sind viele dieser Bauwerke dem Verfall ausgesetzt. Um diesem Prozess beim Geretsrieder Hof entgegenzuwirken ist das Ziel dieser Arbeit – basierend auf einer historischen Analyse der Umgebung, einer baugeschichtlichen Untersuchung des Bauernhofes sowie der Bauaufnahme und Dokumentation des Bestandes – ein denkmalgerechtes Erhaltungs- und Nachnutzungskonzept zu entwickeln. Im Vordergrund steht dabei neben der Wiederbelebung des Anwesens, einen Raum für die Gemeinschaft zu schaffen. In diesem sollen sich nicht nur die NutzerInnen des Hauses, sondern auch die BewohnerInnen des gesamten Dorfes zusammenfinden können, um den ursprünglichen Gedanken des Hof- und Dorflebens wieder aufleben zu lassen.
VERFASSER:IN
Marquart Nicole
JAHR
2022
STUDIENFACH
Kunstgeschichte, Bauforschung und Denkmalpflege
UNIVERSITÄT
TU Wien
BUNDESLAND/LAND
Deutschland, Oberbayern
ORT
Ascholding
