Die Resilienz eines Gehöfts

Das Weiterschreiben einer Struktur


ABSTRACT

Großstädte und deren Strukturen stehen zum Teil am Randeihrer Kapazitäten für die menschlichen Bedürfnisse. Mieten werden teurer, freie Flächen für Werkstätten und Atelierräume sind innerstädtisch sehr rar und der Gesellschaftswachstum,ist mittlerweile ein allgegenwärtiger Parameter, die in einem futuristischen Szenario eine kollektive Stadtflucht sämtlicher Produktions- und Werkstätten zur Folge haben könnte. Schon jetzt müssen Werkstätten und Atelierräume Luxusimmobilien weichen und sich am Stadtrand ansiedeln. Pulsierende Städte, progressives Wirtschaftswachstum und die weltweite Vernetzung durch die Globalisierung lassen das Individuum noch kleiner wirken, als es ohnehin schon ist. In Folge dessen sehnt sich das Individuum nach einem Ort der Zuflucht, nach einem Ort, um seinen Bedürfnissen nachzukommen.Der Aspekt des ständigen Wachstums betrifft aber nicht nur das städtische, sondern auch das ländliche Gefüge. Um sich der Erwerbsfähigkeit, evoziert durch Großkonzerne, in Form von Kapazität in struktureller Hinsicht und Ertrag anzupassen, steht ein Gehöft über die Jahre generationenübergreifend in ständiger Transformation. Wenn diese Tatsache unter einem denkmalpflegerischen Aspekt betrachtet wird, ist ein ständiger Um- und Weiterbau die Folge. Die Frage der Implementierung eines Städters in einem ländlichen Gefüge, welches einer ständigen Anpassung und Adaptierung unterliegt sowie die Weiterschreibung einer bestehen- den Struktur sind zentrale Aspekte der vorliegenden Arbeit.Dabei wird mit dem Ansatz der Entwurfsmethodik gearbeitet, welche sich folgenden drei wesentlichen Elementen bedient: Das „Einbeziehen von Bestehendem“, das „Weiterführen von Vorhandenem“ und das „Sichtbarmachen von Verlorenem“. Alle drei Kategorien konstituieren sich durch eine Umbauhaltung und Fortschreibung vorgefundener Elemente und Strukturen. Ein Städter im Dialog mit der Zeit und dem Ort, in dem er in erster Linie Zuflucht sucht und dem sozioökonomischen Zusammenhalt mit einer Person, welche, geprägt durch diesen Ort, die Welt zu verstehen versucht, soll die Stigmata unserer Zeit aufarbeiten. Eine Symbiose zwischen einem Städterkollektiv und einem Landwirt, sowohl auf soziologischer als auch auf baulicher Ebene soll entstehen, die eine alternative Möglichkeit zum Erhalt eines Gehöfts aufzeigt.Ein typologisches Experiment für die Resilienz eines Gehöftes durch eine Weiter- und Umnutzung stellt die zentrale These dieser Arbeit dar. Dabei soll sich eine Gruppe von Bildhauern im Gehöft implementieren

VERFASSER:IN
Bauer Martin

JAHR
2022

STUDIENFACH
Architektur/ Architektur und Entwerfen

UNIVERSITÄT
TU Wien

BUNDESLAND/LAND
Oberösterreich

ORT
Herzogdorf

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