ABSTRACT
Der ehemalige Landeskindergarten Wördern befindet sich ungefähr 25 km nördlich von Wien im Bezirk Tulln in Niederösterreich. Das Gebäude wurde von Architekt Anton Schweighofer, als prototyphafte Lösung für einen zweigruppigen Kindergarten mit Bewegungsraum und zwei KindergärtnerInnenwohnungen entworfen und im Jahr 1968 eröffnet. Die gesamte Anlage liegt auf einem strengen Raster von 2,60 m. Das architektonische Konzept des Gebäudes zeichnet sich durch seine modulare Ordnung, eine klar lesbare Konstruktion, den Einsatz roher Materialien und sichtbare Installationsführungen aus. Die Raumgestaltung, geprägt durch Offenheit, Transparenz und variierende Raumhöhen, spielt eine wesentliche Rolle im pädagogischen Kontext. Das Gebäude präsentiert mit seiner Architektur grundlegende Merkmale des Strukturalismus und sticht aufgrund seiner Seltenheit österreichweit hervor. Seit 2010 wird das Gebäude jedoch als Gemeindebücherei „Eulennest“ genutzt, da ein neues Kindergartengebäude der Gemeinde St. Andrä-Wördern auf einem angrenzenden Grundstück errichtet wurde. An dem nicht unter Denkmalschutz stehenden Objekt wurden bis heute keine wesentlichen baulichen Änderungen vorgenommen. Im Rahmen dieser Diplomarbeit werden neben einer umfassenden Analyse des Bestands, die denkmalpflegerischen Werte und Potentiale des Objektes untersucht und festgehalten. Darauffolgend sollen zukünftige Nutzungen und Eingriffe unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer Prinzipien für eine langfristige Erhaltung des Objektes erarbeitet werden.
VERFASSER:IN
Bilgen Su
JAHR
2024
STUDIENFACH
Kunstgeschichte, Bauforschung und Denkmalpflege
UNIVERSITÄT
TU Wien
BUNDESLAND/LAND
Niederösterreich
ORT
St. Andrä-Wördern
