Wie sieht die Mobilität der Zukunft im ländlichen Raum aus? Und was braucht es, damit Gemeinden auch künftig lebenswert, gut erreichbar und lebendig bleiben? Mit diesen Fragen beschäftigte sich das Mobilitätsfest in Langau, das Mitte Mai zahlreiche Besucher anzog. Die landuni war als Kooperationspartnerin mit dabei und nutzte die Gelegenheit, gemeinsam mit vielen anderen Akteur mit Menschen aus der Region ins Gespräch zu kommen.
Das Mobilitätsfest fand am 16.05.2026 anlässlich der Eröffnung des neuen Jugendheims statt. Dieses ist in einem ehemaligen Tankstellenshop entstanden, der seit dessen Schließung leer stand. Durch die Umnutzung wurde nicht nur ein neuer Treffpunkt für die Jugend geschaffen, sondern auch gezeigt, welches Potenzial in bestehenden Gebäuden steckt. So wurde die Eröffnung selbst zu einem Beispiel dafür, wie Gemeinden vorhandene Ressourcen nutzen und neue Impulse für das Ortsleben setzen können.

Organisiert wurde das Mobilitätsfest gemeinsam mit dem land.mobil:LAB, dem regionalen Mobilitätslabor für den ländlichen Raum im Waldviertel. Ziel des Projekts ist es, gemeinsam mit Gemeinden, Forschungseinrichtungen, Unternehmen und der Bevölkerung neue Mobilitätslösungen zu entwickeln und direkt in der Praxis zu erproben. Genau diese enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Region verbindet das land.mobil:LAB und die landuni.
Passend dazu bot das Mobilitätsfest ein abwechslungsreiches Programm: Innovative Mobilitätsangebote konnten ausprobiert werden, Initiativen und Projekte stellten ihre Arbeit vor und an zahlreichen Stationen entstanden Gespräche über die Mobilität von morgen. Dabei wurde schnell deutlich, dass Mobilität weit mehr umfasst als den Weg von A nach B. Sie entscheidet darüber, ob Menschen Angebote erreichen können, wie Ortszentren genutzt werden und wie lebendig Gemeinden bleiben.
Die landuni war mit dem ersten öffentlichen Probelauf ihres mobilen Partizipationslabors, dem landuni Mitmachmobil (MiMaMo), vertreten. Das mobile Raumlabor, das von Studierenden der Architektur und Raumplanung der TU Wien entwickelt wurde, lud Besucher dazu ein, ihre Ideen und Erfahrungen einzubringen. Für die landuni war der Praxiseinsatz eine wertvolle Gelegenheit, unterschiedliche Beteiligungsformate unter realen Bedingungen zu testen und mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen. Die dabei gewonnenen Erfahrungen fließen in die Weiterentwicklung des MiMaMo ein, das künftig bei Projekten der landuni in den Regionen eingesetzt wird.

Das Mobilitätsfest hat einmal mehr gezeigt, wie viel entstehen kann, wenn Gemeinden, Forschung und engagierte Initiativen zusammenarbeiten. Neue Mobilitätslösungen, die Belebung bestehender Orte und die aktive Beteiligung der Bevölkerung greifen ineinander und genau darin liegt ein wichtiger Schlüssel für die nachhaltige Entwicklung ländlicher Regionen.
Die landuni bedankt sich beim land.mobil:LAB, der Gemeinde Langau und allen Beteiligten für die gelungene Zusammenarbeit und freut sich auf weitere gemeinsame Projekte.
Weitere Infos zum land.mobil:LAB und zur Veranstaltung gibt´s hier:
Bericht: Jugend auftanken – land.mobil:LAB
Bericht NÖN
Bericht Gemeinde Langau
