Das Industrieerbe eines Sensenwerk-Ensembles, dessen Bedeutung und Nachnutzung
ABSTRACT
Das Salzkammergut in Oberösterreich – Eine Region, die eine lange Geschichte und ein reiches kulturelles Erbe aufzuweisen hat. Eine Region, die mit der Bannerstadt Bad Ischl 2024 zur Kulturhauptstadt Europas ernannt wurde und dies als Anlass nimmt, über aktuelle Chancen und Risiken nachzudenken. Diese Reflektion sowie die Bemühungen als Kulturhauptstadt Zukunftsvisionen zu entwickeln, legen den äußeren Rahmen der Diplomarbeit fest. Oftmals wird das Salzkammergut idealisiert – von zeitgenössischen Problemen bleibt es dennoch nicht verschont. In der Architektur manifestiert sich das häufig in leerstehenden Gebäuden, die vielerorts in der Region zu finden sind. Unter ihnen befindet sich das Redtenbacher-Areal in der Gemeinde Scharnstein, das ehemalige Industrieensemble der größten Sensenfabrik der Habsburger-Monarchie. Ein Großteil des seit mehr als 30 Jahren leerstehenden Areals wurde 2021 vom Unternehmen Grüne Erde gekauft, um dort in den alten Gemäuern einen neuen Bürocampus umzusetzen. Ausgehend von den Vorstellungen des zukünftigen Bauherrn wird in dieser Arbeit ein kritischer Zugang gesucht, der die Vorteile und Auswirkungen eines Bürostandortes im ländlichen Raum auf den Ort mit- und weiterdenkt. Bestehendes wird analysiert und respektiert, um in weiterer Folge einen Entwurfsvorschlag für ein Nutzungs- und Sanierungskonzept auszuarbeiten. Die Arbeit soll eine Anregung sein, wie industrielles Erbe im ländlichen Raum unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Tendenzen nachhaltig weiterentwickelt werden kann.
VERFASSER:IN
Pany Katharina
JAHR
2022
STUDIENFACH
Kunstgeschichte, Bauforschung und Denkmalpflege
UNIVERSITÄT
TU Wien
BUNDESLAND/LAND
Oberösterreich
ORT
Scharnstein
