Neues Leben für zwei Volksschulen in Hollabrunn

Von Leerstand zur Nutzung


ABSTRACT

Im Zuge der vorliegenden Diplomarbeit wird für die Gemeinde Hollabrunn eine Nachnutzung für zwei Schulbauten aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Zentrumslage gesucht. Ein Leerstand der Gebäude nach dem Umzug der Klassen in den neuen Schulcampus der Stadtgemeinde im Frühjahr 2024 soll verhindert werden. Dieser Schulgebäudetyp basierte noch auf der Maria Theresianischen Schulreform und stammt aus dem 18. und 19. Jahrhundert, wo Schulgebäude Musterschulen nachgebaut wurden um den damaligen Ansprüchen für Unterricht zu entsprechen. Die Anforderungen für zeitgemäßen Unterricht haben sich mittlerweile stark verändert und so auch die dazugehörigen Unterrichtsräume. Die kleinparzelligen Klassenräume müssen daher offenen, multifunktionalen Clustern weichen, weshalb auch der Umzug in den neuen Schulcampus durchgeführt wurde. Schulgebäude wie die vorliegenden sind in vielen Gemeinden in Niederösterreich bzw. ganz Österreich zu finden und müssen auch anderorts immer öfter umgebaut oder umgenutzt werden um modernen Unterricht in entsprechenden Räumlichkeiten gewährleisten zu können. Für eine Nachnutzung wurde eine Wohnnutzung seitens der Gemeinde aufgrund der bestehenden Parkplatzsituation vor Ort ausgeschlossen, eine (halb-)öffentliche Nutzung für die Bewohner und Anrainer sollte vorgesehen Obwohl die Gebäudetypologie der beiden Schulen sehr ähnlich ist, schafft den entscheidenden Unterschied für eine mögliche Nachnutzung der Standort und die Lage der jeweiligen Gebäude. Diese unterscheiden sich trotz der geringen Distanz voneinander, rund 5 Gehminuten, maßgeblich. Die Schule am Kirchenplatz ist durch den vorgelagerten Platz und eine mögliche Verlängerung der Fußgängerzone über den Hauptplatz für eine öffentliche Nutzung bestens geeignet. Hier sollen ein Café, sowie ein Veranstaltungsbereich für Trauungen, etc. an einem neu gestalteten Kirchenplatz untergebracht werden. Das Gebäude am Koliskoplatz befindet sich allerdings in „zweiter Reihe“ hinter der Fußgängerzone und ohne direkte Wegverbindung von dieser eher abseits des Zentrums und ist für eine halböffentliche Nutzung besser geeignet. Dort wird ein kreatives Zentrum untergebracht, das sowohl von Bewohnern, Anrainern, aber auch besonders Schülern und Lehrern des nahegelegenen Gymnsiums am Kirchenplatz genutzt werden kann.

VERFASSER:IN
Grubhofer Christina

JAHR
2024

STUDIENFACH
Architektur und Entwerfen

UNIVERSITÄT
TU Wien

BUNDESLAND/LAND
Niederösterreich

ORT
Hollabrunn

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