Eine Analyse institutioneller Strukturen zur Förderung der nachhaltigen und klimaresilienten Raumentwicklung
ABSTRACT
Die Klimakrise gehört zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Letztendlich zeigen sich die Folgen der Klimakrise vor allem auf lokaler Ebene. Wegen ihrer umfassenden Zuständigkeiten und Aufgaben sind daher insbesondere Gemeinden direkt mit den Auswirkungen des Klimawandels konfrontiert und tragen die Verantwortung für die Umsetzung von Lösungsansätzen. Da klimawandelbedingte Extremwetterereignisse, notwendige Infrastrukturanpassungen, Erhaltung von Biodiversität und weitere Herausforderungen jedoch nicht an administrativen Grenzen enden, wird das Handeln auf regionaler Ebene im Bereich Klimaschutz und Klimawandelanpassung immer bedeutender. Um Gemeinden und Regionen bei diesen umfassenden Aufgaben zu unterstützen, werden seitens des Bundes öffentliche Unterstützungen in Form von Programmen zur Verfügung gestellt.Die vorliegende Arbeit untersucht in einer vergleichenden Analyse Unterschiede und Gemeinsamkeiten der vier Programme Klima- und Energiemodellregion (KEM), Klimawandelanpassungsregion (KLAR!), e5-Programm und Klimabündnis Österreich. Zur Erhebung der Wahrnehmung dieser Programme wurden acht Bürgermeister sowie Vertreter:innen aus Gemeinden Österreichs zu den Hintergründen der Teilnahme ihrer Gemeinde an eben diesen befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Teilnahme an den betrachteten Programmen aus Sicht der Interviewpartner:innen einen wesentlichen Mehrwert für die Aufstellung der Gemeinden in dem Umgang mit den Klimafolgen hat. Jedoch zeigte sich auch, dass eine Differenzierung der Programme in der Praxis nur schwer möglich ist. Trotz der, in der Literatur betonten Relevanz der Regionen, werden die kommunalen Programme in den Interviews als jene, mit der größten Hebelwirkung wahrgenommen. Um den Konsens, dass nachhaltige Entwicklung vor allem auf regionaler Ebene stattfinden sollte, auch in der Praxis bei den handelnden Stakeholdern zu verankern, bedarf es einer Stärkung regionaler Unterstützungsprogramme. Durch deutlicherer Sichtbarmachung der Effekt von Programmen wie KEM und KLAR! kann dies erreicht werden.
VERFASSER:IN
Spörker Cara Verena
JAHR
2024
STUDIENFACH
Raumplanung
UNIVERSITÄT
TU Wien
BUNDESLAND/LAND
Kärnten, Vorarlberg, Tirol, Niederösterreich, Salzburg
ORT
Velden, Feldkirch, Kirchbichl, Hard, Kirchberg an der Pielach, Ternitz, Anif, Leobersdorf
