Maßnahmen zur Stärkung des ländlichen Raums
ABSTRACT
Flucht und Migration bleiben bestimmende Themen der Zeit und prägen die humanitäre Situation in Aufnahmeländern. Die erfolgreiche Integration der ankommenden Menschen ist essenziell für das gesellschaftliche Zusammenleben. Städte und Ballungsgebiete verzeichnen dabei die höchste Zuwanderung, jedoch bieten sie aufgrund der bereits erschöpften Infrastruktur und hoher Anonymität kein integrationsförderndes Umfeld. Ländliche Regionen verzeichnen einen deutlichen Bevölkerungsrückgang. Was in betroffenen Regionen zurückbleibt, ist eine erhaltenswerte Infrastruktur mit ungenutzten Kapazitäten. Durch Migration in den ländlichen Raum sollen diese Kapazitäten genutzt und der künftige Verfall dieser wichtigen Infrastruktur verhindert werden. Die überschaubaren Dorfstrukturen, niederschwellige Arbeitsplätze, ein lebendiges Vereins- und Gemeinschaftsleben sowie eine Kultur des Anpackens und Mitmachens bieten ein integrationsförderndes Umfeld. Ein Mangel an sozialen Anlaufstellen und Einrichtungen erschwert jedoch den Zugang von schutzsuchenden Personen in die ländlichen Regionen. Durch die Etablierung einer integrationsfördernden Infrastruktur in Drosendorf soll schutzsuchenden Personen die Möglichkeit geboten werden, sich am Land niederzulassen, ohne auf den notwendigen Unterstützungs- und Betreuungsumfang der städtischen Einrichtungen verzichten zu müssen. Der entstehende Einwohnerzuwachs bringt einen Mehrwert für Zugezogene wie auch für die lokale Bevölkerung und trägt zur Stärkung des ländlichen Raums bei.
VERFASSER:IN
Schertler Alexander
JAHR
2023
STUDIENFACH
Architektur und Entwerfen
UNIVERSITÄT
TU Wien
BUNDESLAND/LAND
Oberösterreich
ORT
Drosendorf
