Chancen und Barrieren am Beispiel der Gemeinde St. Ruprecht an der Raab
ABSTRACT
Als Antwort auf die fortschreitende Zersiedelung und ausgeprägte Automobilabhängigkeit in amerikanischen Metropolregionen veröffentlichte Peter Calthorpe im Jahr 1993 den Band “The Next American Metropolis“ und skizzierte mit dem Transit Oriented Development eine neue Richtung des Wachstums amerikanischer Städte. Im Zentrum steht eine fachliche Integration von Siedlungsentwicklung und öffentlicher Verkehrsplanung. Durch die Verfügbarkeit von Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs und eine am öffentlichen Verkehr orientierte Siedlungsentwicklung sollen Distanzen in einem urbanen Umfeld effektiv verkürzt und die Abhängigkeit vom MIV reduziert werden. Um den übergeordneten Klimazielen und sozialpolitischen Belangen zu entsprechen, muss sich auch die österreichische Raumplanung um neue Strategien und eine bessere Abstimmung zwischen Siedlungsentwicklung und ÖV-Erschließung bemühen. Während die Mobilitätswende in den urbanen Zentren bereits voranschreitet, nimmt die Abhängigkeit vom eigenen PKW und folglich die MIV-Belastung in vielen ländlichen Regionen weiter zu. Im Rahmen dieser Masterarbeit soll ein Versuch unternommen werden die konzeptionellen Erwägungen des Transit Oriented Development auf den ländlichen Raum Österreichs anzuwenden und damit einen strategischen Rahmen für eine nachhaltige und sozial gerechte Siedlungsentwicklung in ruralen Wachstumsregionen zu schaffen.
VERFASSER:IN
Waleczek Felix
JAHR
2023
STUDIENFACH
Raumforschung und Raumordnung
UNIVERSITÄT
Universität Wien
BUNDESLAND/LAND
Steiermark
ORT
St. Ruprecht an der Raab
