ABSTRACT
Zweit- bzw. Freizeitwohnsitze erfreuen sich seit geraumer Zeit großer Beliebtheit. Durch die COVID-19-Pandemie stieg die Nachfrage nach Zweit- bzw. Freizeitwohnsitzen. Die Nutzung eines Wohnobjekts als Zweit- bzw. Freizeitwohnsitz erzeugt eine Vielzahl an Effekten, die in unterschiedlichen Bereichen feststellbar sind. Einer dieser Effekte ist jener auf den Gemeindehaushalt. Diese Diplomarbeit widmet sich diesem Effekt im Speziellen. Aufbauend auf einer allgemeinen Einführung in die Thematik werden die Zweit- bzw. Freizeitwohnsitze aus Sicht der Raumordnung, des Grundverkehrs und des kommunalen Haushaltes beleuchtet. Die durch Zweit- bzw. Freizeitwohnsitze ausgehenden gemeindefiskalischen Wirkungen werden daraufhin analysiert, ihre Wirkungszusammenhänge aufgezeigt und durch die Konstruktion einer Fiskalischen Wirkungsanalyse erfassbar gemacht. Das konstruierte Modell wird anschließend an einer Gemeinde angewendet. Wie sich zeigt, erzeugen Zweit- bzw. Freizeitwohnsitze negative gemeindefiskalische Wirkungen. Durch den Einsatz von Raumordnungsverträgen können diese negativen Wirkungen jedoch für einen längeren Zeitraum kompensiert werden. Zudem bestehen in der Raumordnung und im Grundverkehr Instrumente, mithilfe derer die Ausbreitung der Zweit- bzw. Freizeitwohnsitze und damit auch deren negativen Effekte begrenzt werden können. Diese Instrumente bedürfen einer Weiterentwicklung.
VERFASSER:IN
Holzer Tobias
JAHR
2023
STUDIENFACH
Raumplanung
UNIVERSITÄT
TU Wien
BUNDESLAND/LAND
übergreifend
ORT
übergreifend
